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Der Auftritt vor dem Ausschuss

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Es war im Juni 2015. Ich stand vor dem Prüfungsausschuss der IHK, dessen Sitz ich hier nicht nenne. Aufgeregt bis zum geht-nicht-mehr. Hielt meine Präsentation. Und ich muss sagen – hätte ich nicht die gute Vorbereitung durch Thomas Wüst durchlaufen – ich wäre verdammt unsicher geworden, denn ich sehe den einen Herrn Prüfer noch ganz genau vor mir. Er taxierte mich von oben bis unten, zurückgelehnt und langsam sein Frikadellenbrötchen kauend. Dieser „jetzt-wollen-wir-doch-mal-sehen-was-sie-liefert“-Blick. Während ich zum Thema Krankenkassenfusion eifrig referierte. War kein schönes Gefühl – aber eigentlich war ich mir meiner Sache sicher und zog es durch.

Warum berichte ich das? Nun, ich sitze heute auf der anderen Seite. Mit meinen Prüferkollegen. Und ich kenne dieses Gefühl so gut, welches die Teilnehmer oft schon Wochen oder zumindest Tage oder Stunden vorher beschleicht.

Was ich damit sagen will? Wir essen im Regelfall keine Frikadellenbrötchen, während der Absolvent vorne vorträgt, klar. Wir sind – fast – alle nett und wohlwollend den Teilnehmern gegenüber. Freuen uns über jede gute Leistung und lassen niemand gerne durchfallen! Gute Leistungen und eine sorgfältige Vorbereitung werden honoriert. Aber: Man muss erkennen können, dass sich der Prüfling intensiv mit der mündlichen Prüfung, den Anforderungen (!)  und der eingereichten Thematik beschäftigt hat. Heißt: Wenn der angehende Fachwirt als zweiten Handlungsbereich „Schnittstellen und Projekte“ angekreuzt hat und wir den nach den Projektphasen befragen, dann ist die Antwort „Oh, mit Projektmanagement habe ich mich gar nicht befasst“ eben nicht die zielführende Antwort. Da kann der Vortragende dem Prüfer dann durchaus etwas Verzweiflung ansehen – und auch berechtigt.

Es ist klar, dass nicht jedermann dazu geboren ist, locker und frei sprechend vorne zu stehen und Begeisterung zu wecken. Aber das kann im Vorfeld relativ gut geübt werden. Und wer in seinem Vortrag sicher und von diesem auch überzeugt ist, der tritt natürlich gleich viel selbstsicherer auf. Schön wäre auch angemessene Kleidung. Das muss kein Anzug sein, aber bitte auch nicht das T-Shirt, dass man auch zur Gartenarbeit trägt.

Die Technik muss ebenfalls gut vorbereitet sein und in der Handhabung versiert. Rechtzeitig anfragen bei der IHK, welche Geräte zur Verfügung stehen (powerpoint, overhead…).

Alles in allem förderlich für einen guten und professionellen Eindruck, der in die abschließende Bewertung reinspielt.

 

Und wie ist es nun mit meiner eigenen mündlichen Prüfung ausgegangen? Der Mann mit der Frikadelle war eigentlich doch ganz nett.

 

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