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Teil 3 - Warum bekomme ich keinen guten Job als Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK)?

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Nun folgt der dritte und abschließende Teil, warum manche Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK) gute Jobs bekommen und manche vielleicht nicht. Auch diese Betrachtung basiert auf Erfahrungswerten, die wir bei AQADA gemacht haben und überschneidet sich in manchen Bereichen mit den zwei vorhergehenden Blogbeiträgen.

Eventuell mache ich mir da jetzt keine Freunde, aber darum soll es auch nicht gehen, sondern ich werde hier mal von unseren Erfahrungen bei AQADA berichten und vielleicht regt dieser Beitrag eventuell den einen oder anderen zum Nachdenken an.

Diesen Beitrag unterlege ich – falls möglich – mit Praxisbeispielen, damit man vielleicht auch sehen kann, wie der Weg eines Fachwirtes im Gesundheits- und Sozialwesen verlaufen kann.

Dieser Beitrag ist natürlich subjektiv, aber eine Tendenz lässt sich unter Umständen erkennen. Damit dieser Beitrag nicht zu lang wird, teile ich ihn in drei Teile auf.

Wir haben bei AQADA zu vielen ehemaligen Absolventen auch Jahre nach der Prüfung noch Kontakt und besonders intensiv ist der Kontakt zu denen, die sich beruflich verändert haben.

  1. Coaching:
    Selbst Top Führungskräfte lassen sich coachen, ab einer gewissen Hierarchiestufe in großen Konzernen haben diese Führungskräfte ständig ihre Berater um sich. Diese Berater machen kaum was anderes als laufend Szenarien durchzuspielen, mit denen die Führungskräfte in Konflikt kommen könnten und wie sie auf diese Szenarien reagieren sollten.
  1. Ungeduld:
    Es ist eher selten, dass direkt nach dem Abschluss gleich der Traumjob winkt. Das kann dauern und wer nach einem halben Jahr resigniert, hat gleich verloren. Die MFA und die Physiotherapeutin, die ich im Teil 1 erwähnt habe, mussten bis zu einem Jahr auf ihren neuen Job warten. Aber bekommen haben sie ihn.
  1. Auftreten:
    Ein heikler, aber nicht weg zu diskutierender Punkt. Ein Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK), der erst 23 Jahre alt ist, kann noch nicht auf eine langjährige Berufserfahrung zurückblicken. Aber auch hier empfiehlt es sich Geduld zu bewahren und sich dennoch auf Stellen zu bewerben, die vielleicht noch nicht der große Karriereschritt sind, aber zumindest einmal die Möglichkeit der Veränderung bieten und die Chance eröffnen in anderen Bereichen Erfahrungen zu sammeln. Daher unser Tipp an die MFAs, die in kleinen Praxen tätig sind, bewerben sie sich zumindest bei großen Praxen oder MVZs, denn da eröffnet sich immer wieder die Chance, mal etwas anderes zu machen. Als Beispiel kann ich hier eine junge 450€ Kraft von uns anführen. Die ist gelernte Kauffrau im Gesundheitswesen, hat den Empfangsbereich in einer großen Physiopraxis geleitet, ist dann bei AQADA zusätzlich eingestiegen, hat mittlerweile in den Kundenbereich einer Software Firma gewechselt und ist glücklicherweise immer noch bei uns. So sammelt sie Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen und das ist positiv.

    Einer unserer Kunden lässt seine jungen Nachwuchsführungskräfte seit Jahren von AQADA coachen. Häufig haben diese zu Beginn genau die Schwierigkeiten, die ich in den vorangegangenen Blogbeiträgen bereits geschildert habe. Es fehlt an Selbstbewusstsein, das Auftreten ist wenig souverän und es herrschen Selbstzweifel, ob man für diese Aufgabe als Nachwuchsführungskraft überhaupt geeignet ist. Auch hier wäre eine nüchterne Betrachtungsweise sinnvoll. Das Unternehmen wird sich schon was dabei gedacht haben, warum es einen befördern will oder das bereits gemacht hat und der Mitarbeiter will den Job ja auch, weil sonst hätte er das Angebot wahrscheinlich auch nicht angenommen.

    Diese Ängste und Bedenken können systematisch ausgeräumt werden. Bei allen, die bei diesem Unternehmen an diesem Programm teilnehmen, ist eine positive Veränderung spürbar. Das lässt sich auch recht einfach nachweisen, denn würde das Programm nichts bringen, würde dieses Unternehmen das zeitnah wieder einstellen.

    Generell ist das ein sehr gut geführtes Unternehmen, die laufend Mitarbeiter suchen (https://www.wkm-medizintechnik.de/) und sich auch über Initiativbewerbungen freuen.

    Daher meine Empfehlung: ziehen sie eventuell mal ein Coaching in Erwägung oder besuchen sie Seminare zu diesem Thema. Empfehlen kann ich hier bspw. die Kolping Akademie in München. Ich selber habe da jahrelang immer wieder dasselbe Seminar mit dem selben Referenten besucht.

    Aber passen Sie bitte genau auf, auf wen und was sie sich da einlassen.

    Coaching – wenn es gut ist – ist etwas sehr Persönliches. Coach aber kann sich jeder nennen und entsprechend ist dann auch häufig die Qualität.

    Amüsant finde ich oft die Webseiten von selbsternannten Coaches. Da ist häufig die Rede von Aufstellungen, Umstellungen, allen möglichen und unmöglichen Stellungen, Kreativität und mannigfachen Entfaltungsmöglichkeiten.

    Was das im echten Leben – außer weniger Geld in ihrer Tasche und mehr in der des Coaches – bringen soll, erschließt sich mir leider nicht.

    Ein guter Coach steht selber mit beiden Beinen im echten Leben.

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